Berufungskommission

(Stand: Juni 2008)

Die Berufungskommission (BK) wird immer dann einberufen, wenn eine neue Professur zu belegen ist. Sie setzt sich zusammen aus fünf Professor*innen, einer*m Mittelbauvertreter*in und einer studentischen Vertretung. Jeder der sieben Mitglieder hat eine volle Stimme. Die studentische Vertretung ist in der Regel ein Fachschaftsmitglied, das in den Fakultätsrat gewählt wurde. Das Amt kann aber auch durch einen formellen Antrag an einen anderen Studierenden weitergegeben werden.
In einer ersten Sitzung werden der Inhalt der Ausschreibung beschlossen. Dies ist vor allem wegen der strategischen Ausrichtung der Fakultät wichtig. Wen wollen wir ansprechen? Was sind die Anforderungen an die Bewerber*innen? Wozu soll der Lehrstuhl in Zukunft zuständig sein?
Wenn dann die Bewerbungen eingegangen sind, kann jedes Mitglied der BK Vorschläge machen, wen er gerne einladen möchte. Die ausgewählten Bewerber*innen erscheinen dann zu einem Vortrag und einem Bewerbungsgespräch an der Uni. Die Vorträge der Bewerber*innen sind für alle Studierende der Universität offen!
Nach der Vorstellung aller Bewerber*innen wird eine Liste gebildet. Auf diese Liste werden nur diejenigen Kandidat*innen gesetzt, die man sich wirklich für die Professur vorstellen kann. Wer auf Platz 1 der Liste steht, erhält den Ruf für die Professur. Sagt diese*r Kandidat*in ab, wird auf Platz 2 zurückgegriffen usw.
Als studentische*r Vertreter*in achtet man vor allem auf Kriterien, welche die Interessen der Studierenden widerspiegeln: Die Qualifikationen der BewerberIn, die Ausrichtung (Bereicherung/Spezialisierung der bisherigen Inhalte) und v.A. die Lehre (bisherige Lehrerfahrung, Evaluationsergebnisse, Art des Vortrags).
Die Teilnahme eines studentischen Vertreters in der BK ist wichtig und sinnvoll. Neben der Entscheidung, welcher „Mensch“ letztendlich dein/e Professor/in wird, werden durch die Besetzung auch strategische Entscheidungen bezüglich der Ausrichtung der Fakultät und der Inhalte der Lehrpläne getroffen. Euer studentische*r Vertreter*in hat eine volle Stimme, wie jede*r andere in der Kommission auch, und kann somit bewirken, dass beispielsweise nicht nur die Leistungen der*des Bewerbers*in in der Forschung, sondern auch die in der Lehre berücksichtigt werden.